Vom 15. bis 18. Mai findet im ISL der zweite internationale Workshop statt zum Thema «Alterungseffekte in Schutzsystemen, Bauteilen und Schutzmaterialien».

Call for Papers

Im Auftrag des „Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr“ (BAAINBw) sowie der französischen „Direction Générale de l'Armement“ (DGA) und mit Unterstützung der „Defence Science and Technology Organization“ (DSTO, Australien) organisiert das Deutsch-Französische Forschungsinstitut Saint-Louis (ISL) den zweiten wissenschaftlichen Workshop über Alterungseffekte bei Schutzsystemen, Bauteilen und Schutzmaterialien. Dieser Workshop wird vom 15.–18. Mai 2018 stattfinden.

In den modernen Infanterieschutzsystemen (Panzerfahrzeuge, persönliche Schutzausrüstung usw.) kommen Hochleistungsmaterialien zum Einsatz. Diese bestehen häufig aus Materialkombinationen aus keramischen, metallischen und polymeren Schichten. Für die Erzielung der spezifischen Leistungen der Schutzsysteme ist eine harmonische Wechselwirkung zwischen diesen verschiedenen Schichten von höchster Bedeutung. Gewöhnlich ist eine Demonstration der Initialleistungen Bestandteil des Beschaffungsprozesses (STANAG 4569, 2920, 4686, NIJ usw.). Bei militärischen Einsätzen ist die verwendete Ausrüstung oft rauen Umgebungsbedingungen ausgesetzt (große Temperaturschwankungen, Feuchtigkeit, UV-Strahlung, Vibrationen usw.). Dies verstärkt die Alterungseffekte und wirkt sich nachteilig auf die Schutzeigenschaften aus. Für ein gänzliches Verständnis dieser Wirkungen bedarf es eines umfassenden Ansatzes, der zugleich die Materialwissenschaften als auch die endballistischen Wirkungen vereint. Dies ist der erste Schritt zur Festlegung technischer und methodischer Instrumente, mit deren Hilfe es staatlichen und industriellen Einrichtungen gelingen wird, dieser Situation Rechnung zu tragen.

Dieser Workshop bietet Wissenschaftlern, staatlichen Stellen und Industrievertretern aus Deutschland und Frankreich sowie internationalen Kooperationspartnern eine Plattform, um die verschiedenen Aspekte der Alterung von Materialien in Schutzstrukturen zu erörtern.

Der Workshop umfasst eine große Bandbreite an Themen. Angefangen von Alterungseffekten bei persönlichen Schutzausrüstungen sowie Fahrzeugschutz bis hin zu möglichen Techniken zur Erkennung solcher Effekte. Es können Beiträge zu folgenden Themen eingereicht werden:

Experimentelle Quantifizierung des Problems
Alterungseffekte in

  • Polymeren und Verbundwerkstoffen
  • Klebstoffen
  • Transparenten Panzerungen
  • Metallen/Schweißnähten

Blastwellen und endballistische Wirkungen in gealterten Strukturen
Techniken für die zerstörende/zerstörungsfreie Materialprüfung

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